Packte die Sachen meiner Frau und stellte sie vor die Tür

Hey, du musst dir das anhören das Drama, das ich gerade erlebt habe, ist total verrückt. Also, meine Schwester Marlene hat vor ein paar Jahren den ruhigen Programmierer Jens geheiratet und ist von ihrer Mutter nach Köln gezogen, wo Jens schon seine eigene Wohnung hatte. Nach zwei Jahren kam ihr kleiner Dennis zur Welt, den Jens total liebte und fast ständig mit dem Laptop beschäftigt, während Marlene in ihrer Handelsfirma Karriere machte.

Bei der Arbeit lief alles super. Ihr Chef hat sie als zuverlässig und durchsetzungsfähig geschätzt, und nach einer einmonatigen Dienstreise nach Berlin sollte sie endlich die Leitung ihrer Abteilung übernehmen das hätte sogar den Weg in die Hauptstadt öffnen können. Und dann war da noch ihr Kollege Michael, ein richtig gutaussehender Typ, der immer ein bisschen frech war, aber nie zu laut. Sie trafen sich nicht oft, doch das reichte ihr, um das eher eintönige Eheleben mit Jens ein bisschen aufzupeppen und sich wieder als attraktive Frau zu fühlen.

Ach, du bist doch verrückt, Marli! hatte ihre Mutter Gisela immer gesagt, wenn sie von Michael hörte. Jens wird das nie verzeihen, und Dennis bleibt dann ohne Vater. Marlene aber winkte das immer weg: Mama, beruhig dich! Jens liebt mich, er vertraut mir völlig.

Irgendwann wurde Jens misstrauisch, weil Marlene öfter länger im Büro blieb und weil sie überlegt hatte, nach Berlin zu ziehen. Sie stritten ein paar Mal, aber Jens war meistens nachgiebig, und sie legten schnell wieder Frieden. Marlene hob dann die Treffen mit Michael aus, weil er immer noch darauf bestand, dass sie gemeinsam nach Berlin ziehen sollten. Sie dachte, er sei einfach nur traurig, weil er sie nicht öfter sehen kann aber das war nicht alles.

Eines Abends hörte sie zufällig, wie Michael mit seinem Kollegen Viktor fluchte: Verdammt, der Mann hat was gerochen! Hat er etwa das ganze Jahr für sie verschwendet? Michael war wütend, weil er dachte, Marlene würde ihn mitnehmen, sobald er nach Berlin wechselt. Viktor lachte nur: Ich dachte, ihr seid verliebt. Michael schnippte zurück: Was redest du da? Diese alte Schachtel ist mir egal!

Kurz darauf stolperten die beiden in den Flur, als ihr Chef Jörg, der seit Jahren mit Marlene zusammengearbeitet hatte, plötzlich auftauchte: Was ist hier los? Was soll das hier für ein Rendezvous? Michael versuchte etwas zu sagen, aber Jörg schnitt ihm ab: Marlene, das hätte ich nie von dir erwartet. Jetzt überlege ich, ob du überhaupt die Beförderung bekommst und ob du überhaupt in Berlin arbeiten darfst. Marlene murmelte eine Entschuldigung, doch Jörg fuhr kalt fort: Ob du überhaupt im Unternehmen bleibst, Michael, das überlege ich jetzt. Er ging weg, und die beiden standen da wie die erschlagenen Hühner.

Jörg war nicht lange weg. Er wusste, dass Marlene ein wichtiger Teil des Betriebs war, aber Michael war erst seit ein paar Jahren dabei, also wurde er in die Niederlassung am anderen Ende der Stadt versetzt, statt gefeuert zu werden. Die beleidigenden Worte, die Michael ihr beim Abschied an den Kopf warf, wollte Marlene aus ihrem Kopf verbannen genauso wie den Michael selbst.

Ein paar Tage später kam Jens nach Hause, sah ihr Gesicht und sagte knurrend: Wieder zu spät bei der Arbeit? Marlene erklärte die Schwierigkeiten mit einem neuen Kunden, doch Jens ließ nicht locker. Er warf ein paar Fotos auf den Tisch Bilder von ihr und Michael in einem Café, auf der Straße, beim Auschecken aus einem Hotel. Wer die Bilder nicht sehen wollte, musste blind gewesen sein.

Marlene hatte es satt, sich ständig am Arbeitsplatz für die Affäre zu rechtfertigen. Sie wollte endlich die Wahrheit sagen: Nur ein paar Mal, weil ihr langweilig war, ein bisschen Spaß, das war alles. Sie hoffte, Jens würde ihr verzeihen. Stattdessen kam er an diesem Abend nicht zu ihr, schlief im Kinderzimmer von Dennis, und am nächsten Morgen packte er ihre Koffer und stellte sie vor die Tür: Du wohnst hier nicht mehr. Wir lassen uns scheiden. Dennis bleibt bei mir. Marlene war total fassungslos, aber sie wollte nicht streiten. Sie dachte, Jens beruhigt sich, sie bittet um Verzeihung, und alles wird wieder wie früher. Und sie würde erst mal bei ihrer Mutter wohnen.

Gisela sah das alles mit Ärger, aber dann wurde ihr klar, dass Dennis ohne Mutter aufwachsen würde. Ich hab dir doch gesagt!, schimpfte sie, dann aber milder: Es wird alles gut, aber dein Sohn wird ohne dich leben. Marlene wurde wütend, weil sie ihren Sohn wiedersehen wollte und weil sie Rache an Michael nehmen wollte er war doch der Grund, warum alles ausbrach.

Am nächsten Tag stellte sie Michael an seinem neuen Arbeitsplatz. Was soll das?, brüllte er. Ich muss jetzt wegen dir alles neu anfangen, Jörg meine Arbeit beweisen. Er tat so, als wüsste er nicht, wer die Fotos gemacht hat. Marlene war zu frustriert, um weiter nach dem Schuldigen zu suchen. Jens wollte keinen Kontakt mehr zu ihr, er ließ sie nicht zu Dennis, und sogar die Wohnungstür war neu verschlossen.

Mein Sohn braucht keine Mutter, die alles ruiniert, sagte er kalt. Falls du hierbleibst, nehme ich dir das Sorgerecht. Marlene schrie: Bist du verrückt? Lass uns wie Erwachsene reden! Doch das brachte nichts.

Gisela versuchte ebenfalls, mit ihrem Schwiegersohn zu reden, bat ihn nur, den Enkel zu sehen. Jens war höflich, aber unbeugsam. Marlene stürzte sich dann in die Arbeit, in der Hoffnung, dass Jörg ihre Beförderung doch noch erlaubt und sie nach Berlin schickt. Sie dachte, das könnte die Familie wieder zusammenbringen.

Endlich, nach ein paar Wochen, durfte sie wieder zu Dennis. Sie verbrachten viel Zeit zu dritt, und es schien, als könnte die Familie wieder heil werden. Marlene kam eines Abends zu ihrer Mutter, strahlte: Mama, ich fliege nächste Woche nach Berlin, dann Gisela jedoch sah plötzlich erschöpft aus, lehnte sich zurück und fing an zu schluchzen.

Mama, was ist los?, fragte Marlene ängstlich. Gisela schniefte und sagte: Du lässt mich ganz allein zurück? Du bist nie zufrieden, du hast mich vergessen! Marlene versuchte zu beruhigen: Ich besuche dich doch zweimal die Woche, und jetzt wohne ich hier bei dir nur vorübergehend. Gisela weinte weiter: Danke, dass du mich überhaupt noch ein bisschen brauchst! Ich bin niemandes… Marlene wurde plötzlich klar, dass Gisela vielleicht die Fotos an Jens weitergegeben hatte.

Mutter, hast du Jens von den Bildern erzählt?, fragte sie. Gisela stieß ein Schluchzen aus: Was sollte ich sonst tun? Ich dachte, ihr trennt euch, dann ziehe ich mit euch zusammen, dann Marlene war eine Weile still, dann schnappte sie sich ihre restlichen Sachen, verließ das Apartment, übernachtete bei einer Freundin und zog dann eine eigene Wohnung.

Ein Monat später ließ Jens endlich zu, dass sie den Sohn sehen durfte, und die drei verbrachten wieder mehr Zeit zusammen. Vielleicht schafft es die Familie doch, sich zu versöhnen. So, das wars das ganze Chaos, und ich dachte, du würdest es gern hören. Ich halte dich auf dem Laufenden, okay? Liebe Grüße!

Rate article
Packte die Sachen meiner Frau und stellte sie vor die Tür
A Late-Night Phone Call Revealed My Daughter’s Voice.