Als ich im Restaurant in meinem karamellfarbenen Bademantel und Hausschuhen mit rosa Puscheln auftauchte, glaubte der Kellner erst nicht, dass ich die Ehefrau des Geburtstagskindes war. Ehrlich gesagt, ich sah, wie sein Auge zuckte, als er versuchte zu begreifen: Ist das eine Verrückte oder ein Scherz?

Als ich in meinem knallorangen Bademantel und den Hausschuhen mit rosa Bommel das Restaurant betrat, glaubte der Kellner zunächst nicht, dass ich die Frau des Geburtstagskindes sei. Ehrlich gesagt, ich sah, wie sein Auge zuckte, während er versuchte zu begreifen: Steht hier eine Verrückte vor ihm oder ist das ein Scherz? Ich sagte nur gelassen: »Bringen Sie mich bitte zum reservierten Tisch von Friedrich Bauer. Dort wird sein fünfzigster Geburtstag gefeiert.«

Der Arme führte mich durch den gesamten Saal, und ich spürte die Blicke aller Anwesenden. Wissen Sie, wenn man läuft und das Gefühl hat, jeder Schritt hallt durch den Raum? Meine Hausschuhe schlurften über das Parkett, der Bademantel wehte, und die Bommeln hüpften fröhlich mit jedem Schritt.

Doch der Reihe nach.
Alles begann am Morgen von Friedels Jubiläum. Ich wachte wie immer um sieben auf und durchdachte meinen Tagesplan: Um zehn war ich beim Friseur, um eins beim Maniküre, um drei holte ich die Torte ab, und um vier sollte ich im Restaurant sein, um das Gedeck zu prüfen und die ersten Gäste zu begrüßen. Friedel schlief noch, breit über das ganze Bett ausgebreitet, und ich dachte: Was für ein Morgenmuffel er doch ist. Fünfzig Jahre alt und steht auf wie ein Teenager widerwillig und mit schlechter Laune.

Der Kaffee war noch nicht fertig, als das Telefon klingelte. Ich sah nach Gertrud Bauer. Acht Uhr morgens. Meine Schwiegermutter ist eine pünktliche Frau, aber so früh anzurufen, das war neu. »Guten Morgen, Lenchen«, sagte sie mit verdächtig süßer Stimme. »Habe ich dich geweckt?« »Nein, nein, Gertrud, ich bin schon wach. Bereite mich auf die Feier vor.« »Genau darüber wollte ich mit dir sprechen. Ich habe eine… delikate Bitte.«

Ich war sofort alarmiert. Wenn Gertrud mit »delikate Bitte« beginnt, ist Ärger garantiert. In vierzehn Ehejahren habe ich das gelernt. »Ich höre.« »Du weißt, heute ist ein wichtiger Tag für meinen Friedel. Ein rundes Jubiläum, Gäste, die ganze Aufmerksamkeit sollte ihm gelten…«

Sie schwieg kurz, und ich spürte, wie etwas Unangenehmes in mir rumorte. »Und da dachte ich… könntest du heute vielleicht, wie soll ich sagen… nicht so im Mittelpunkt stehen? Damit mein Sohn der Star des Abends sein kann?«

Ich verschluckte mich fast am Kaffee. »Entschuldigung, wie meinen Sie das nicht im Mittelpunkt stehen?«

Kapitel 1: Die Bitte der Schwiegermutter
»Du weißt schon… lass die auffälligen Kleider im Schrank, zieh nicht zu viel Aufmerksamkeit auf dich, widersprich nicht, unterbrich nicht. Lass alle nur den Jubilar bewundern.«

Ich erstarrte und versuchte, das Gehörte zu verdauen. Sollte ich mich, die Ehefrau und Gastgeberin, in eine unsichtbare Begleiterin verwandeln?

»Gertrud«, sagte ich kühl, »wollen Sie, dass ich im Bademantel im Restaurant erscheine?«

»Nun übertreib nicht«, lächelte sie. »Aber… wenn du es mit Humor nimmst, warum nicht?«

Kapitel 2: Der Morgen des Jubilars
Gegen neun wachte Friedrich endlich auf und gähnte so laut, dass ich fast in seinem »Vakuum« verschwand.

»Lenchen, wo sind meine Socken?«, murmelte er, ohne die Augen zu öffnen.

»Im Jenseits, zusammen mit deiner Jugend«, brummte ich.

Er antwortete nicht entweder hatte er es nicht gehört oder tat so. Mit fünfzig benehmen sich Männer manchmal wie Teenager: verlieren ständig alles und sind immer unzufrieden.

Während er im Schrank wühlte, konnte ich Gertruds Worte nicht abschütteln. »Nicht im Mittelpunkt stehen«? Aber ich bin die Gastgeberin!

Kapitel 3: Friseur und Maniküre
Um zehn saß ich beim Friseur.

»Lenchen, was machen wir heute?«, fragte die Friseuse freundlich.

»Machen Sie mich… unsichtbar«, antwortete ich müde.

»Wie bitte?«

»Im wörtlichen Sinne. Mein Mann soll strahlen, und ich will in der Luft verschwinden.«

Die Friseuse schnaubte, widersprach aber nicht. Sie machte eine dezente Frisur nicht zu auffällig, aber auch nicht zu schlicht.

Um eins war ich beim Maniküre. Da kam mir die Erleuchtung: Was, wenn ich Gertruds Bitte wörtlich nehme? So auftreten, dass die Gäste sprachlos sind.

Kapitel 4: Operation »Bademantel«
Als ich zurückkam, war Friedrich schon am Anziehen. Sein neuer Anzug, den wir kürzlich ausgesucht hatten, saß perfekt. Ein echter Hingucker fast kamen mir die Tränen.

»Lenchen, was ziehst du an?«, fragte er neugierig.

»Oh, keine Sorge. Ich habe ein besonderes Outfit«, lächelte ich geheimnisvoll.

Wie immer ahnte er nichts. Männer merken selten etwas.

Ich holte meinen knallorangen Bademantel und die Hausschuhe mit rosa Bommel. Als ich diese »meisterhafte« Kombination betrachtete, wusste ich: Das ist es! Wenn ich schon nicht glänzen soll dann aber richtig.

Kapitel 5: Im Restaurant
Ich betrat den Saal. Der Kellner ließ fast sein Tablett fallen, als er mein Outfit sah. Gäste flüsterten an den Tischen. In der Mitte saß Gertrud Bauer in ihrem Lieblingsoutfit »wie die Queen of England«.

Als sie mich sah, verzog sich ihr Gesicht, als hätte sie eine Maus in ihrer Handtasche entdeckt.

»Lenchen«, zischte sie, »was fällt dir ein?!«

»Was ist denn?«, blinzelte ich unschuldig. »Ich habe nur Ihren Rat befolgt: nicht im Mittelpunkt stehen. Sehen Sie? Alle schauen auf Friedel, nicht auf mich.«

Die Gäste lachten. Friedrich errötete, aber auch er konnte nicht widerstehen er lachte mit.

Kapitel 6: Die Feier mit Überraschungen
Dann ging alles seinen Gang. Ein angetrunkener Onkel rief:

»Das nenne ich eine echte Ehefrau! Kommt sogar im Bademantel für ihren Mann!«

Tante Lotte fügte hinzu:

»Hauptsache bequem! Schaut, wie fröhlich die Bommeln hüpfen!«

Statt steifer Förmlichkeit herrschte eine warme, fast häusliche Atmosphäre. Alle lachten, machten Fotos mit mir, und Friedrich strahlte wie ein Weihnachtsbaum.

Nur Gertrud saß dunkler als ein Gewitterhimmel.

Kapitel 7: Der Tortenkonflikt
Als die dreistöckige Torte gebracht wurde, explodierte Gertrud:

»Das ist eine Schande! Am wichtigsten Tag im Leben meines Sohnes machst du einen Zirkus!«

Ich antwortete ruhig:

»Dafür wird sich jeder an diesen Abend erinnern. Ist das nicht das Wichtigste?«

Plötzlich stand Friedrich auf und sagte bestimmt:

»Mutter, genug. Lenchen ist die beste Frau. Ohne sie würde ich allein mit dem Fernseher und einem Bier feiern.«

Die Gäste applaudierten. Ich war gerührt.

Kapitel 8: Nach dem Fest
Zu Hause warf Friedrich seinen Jackett ab und sagte:

»Weißt du, Lenchen, du bist verrückt. Aber genau dafür liebe ich dich.«

Und ich dachte: Manchmal reicht ein Bademantel in Karottenfarbe, um zu zeigen, wer man wirklich ist.

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Als ich im Restaurant in meinem karamellfarbenen Bademantel und Hausschuhen mit rosa Puscheln auftauchte, glaubte der Kellner erst nicht, dass ich die Ehefrau des Geburtstagskindes war. Ehrlich gesagt, ich sah, wie sein Auge zuckte, als er versuchte zu begreifen: Ist das eine Verrückte oder ein Scherz?
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